Shaker Schlagzeugstöcke

Schlagzeugstöcke dienen zur Erzeugung von Schwingungen und damit Klängen auf den von Ihnen getroffenen Oberflächen, meistens Schlagzeugfellen. Im Normalfall ist das beim Bespielen des Schlagzeugs durch den Stock erzeugte Eigengeräusch kaum hörbar bzw. nicht gewünscht. Schlagzeugstöcke bestehen meist aus Holz oder in neuerer Zeit aus abriebsrobusterem Carbon.

Besonders in der lateinamerikanischen Unterhaltungsmusik wird zur rhythmischen Akzentuierung ein mit Reis oder Sand gefülltes Behältnis benutzt, ein sogenannter „Shaker“. Dieser Shaker wird nicht wie ein Stock auf eine Oberfläche (z.B. ein Trommelfell) geschlagen, sondern er erzeugt durch rhytmische Bewegung in der Luft ein charakteristisches Eigengeräusch.

Der in Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindng liegt das Problem zugrunde, dass der Schlagzeuger in beiden Händen die Stöcke hält, und ihm dadurch eine zusätzliche Hand zur Benutzung eines Shakers fehlt. Oft wird deshalb zur Bedienung des Shakers ein Percussionist, d.h. ein zusätzlicher Musiker benötigt. Das gleichzeitige Musizieren mit Schlagzeug und Shaker ist einer Person mangels Hände kaum möglich.

Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass zusätzlich zum gewohnten Trommelspiel mit den Stöcken das rhythmische Musizieren mit dem Shaker ermöglicht wird. Der Trommelschlegel löst sich von der Funktion eines alleinigen Bedienelementes für die Trommel und wird zum eigenständigen, selbst klingenden Instument. Neben dem blossen Zugewinn von motorischen Möglichkeiten ist auch die Erweiterung des musikalischen Spektums durch eine neu geschaffene creative Ausdrucksmöglichkeit zu erwarten.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Schutzanspruch 3 dargestellt. Die Integration der schwingenden, Klang erzeugenden Elemente (meist Reis, Sand oder Metallkugeln) in einen im Stock geschaffenen Hohlraum erweitert die Funktion der Schlagstöcke.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Figuren 1-2 erläutert.

Es zeigen:
Fig. 1 das Äussere des Schlagstockes
Fig. 2 das Innere des Schlagstockes

In den Figuren ist die Spitze 1, Griff 2 und die resonierende Hohlkammer 3 dargestellt. Die Hohlkammer 3 kann in Spitze 1 oder Griff 2 integriert sein, liegt jedoch meist zwischen diesen beiden Komponenten. Das dynamische Spiel kann durch im Stock eingebrachte austarierende Gegengewichte 4 gefördert werden. Diese Gegengewichte ermöglichen eine natürliche Spielweise mit einem verstärkten Zurückprallen des Stockes vom Schlagfell („Rebound“).

Figur 2 zeigt beispielhaft die Verteilung der beweglichen und klangerzeugenden Shakerkörner 5 in einer Hohlkammer im Inneren des Schlagzeugstockes.

Schutzansprüche

1. Trommelstock/ Schlegel dadurch gekennzeichnet, dass er im Innern eine Hohlkammer zur Aufnahme von geräuscherzeugendem, schwingungsfähigem Material aufweist.

2. Trommelstock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das das beschriebene schwingungsfähige Füllmaterial vorzugsweise aus Reis, Sand, Kunststoff oder Metallkugeln besteht.

3. Trommelstock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der in 1. beschriebene Hohlraum sich entweder in der Spitze, im Griff, vorzugsweise jedoch zwischen den beiden genannten Komponenten befindet.

4. Trommelstock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich in seinem Innnern ein Gegengewicht zur Optimierung der Bespielbarkeit und des Zurückprallens („Rebound“) befindet. Das beschriebene Gegengewicht kann sich in allen Teilen des Stockes befinden, vorzugsweise jedoch im Griff.

5. Trommelstock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er entweder aus Holz, Kunststoff oder vorzugsweise aus einer stabilen und abriebsarmen Carbonfaser gefertigt ist.

6. Trommelstock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Hohlkammer eine Auftreibung zur Verstärkung der Lautstärke und Resonanz angebracht sein kann.

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