Mechano-elektrische Basstrommel

Beschreibung

Akustische Basstrommeln werden durch einen mit einem Fusspedal verbundenen Trommelschlegel auf der dem Musiker zugewandten Seite bespielt. Die Vibration des Schlagfells erzeugt eine Schallwelle, die sich verstärkt und individuell klanglich gefärbt durch die Eigenschaften des Trommelkessels, vom Musiker abgewandten Resonanzfell aus in den Raum ausbreitet. Die Einflussmöglichkeiten auf Lautstärke und Klangfarbe bei einer akustischen Basstrommel sind sehr begrenzt.

Inzwischen besteht die Möglichkeit Klänge einer Basstrommel elektrisch zu erzeugen bzw. durch ein getriggertes Aufnahmegerät (Sampler) wiederzugeben. Der Impuls zur Wiedergabe kann dabei durch einen mechanischen Sensor am Schlagfell aufgenommen werden. Dieser elektrische Impuls kann an ein externes Modul (Klanggenerator) weitergegeben werden. Zur Wiedergabe ist die Weiterleitung an einen externen Verstärker und Lautsprecher notwendig. Die bisherigen Lösungen stellen keine in sich geschlossene Einheit dar.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, dass die einzelnen Komponenten technisch nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Die Komponenten müssen zudem beim Transport des Instrumentes, z.B. bei Konzerten einzeln mitgeführt und jeweils neu verkabelt werden.

Dieses Problem wird mit den in Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass der Musiker bei Konzerten, Studioaufnahmen oder Proben immer einen optimal einstellbaren Klang sowie eine optimal einstellbare Lautstärke und Dynamik bereitstellt. Die Erfindung verbindet die optimalen Eigenschaften der akustischen Basstrommel wie Bespielbarkeit und Optik mit den Vorteilen der elektrischen Klangerzeugung/ Varianz innerhalb einer hier erstmals dargestellten integrierten Einheit.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Schutzanspruch 1-3 dargestellt. Die Anordnung der Komponenten stellt eine optimale Ausbreitung des anschlagdynamisch erzeugten Klangs im Raum sicher.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Figuren 1 bis 3 erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 die dem Musiker zugewandte Seite der mechano-elektrischen Basstrommel
Fig. 2 die dem Musiker abgewandte Seite der Trommel
Fig. 3 das Innere der Trommel mit den mechano-elektrischen Komponenten
Fig. 4 ein schematisches Schaltungsdiagramm der Basstrommel

In den Figuren ist die Basstrommel mit Schlagfell 1, Kessel 2, Resonanzfell 3 dargestellt. In das Schlagfell 1 integriert oder in unmittelbarem Kontakt ist ein Drucksensor 4 (Fig. 2), der den Impuls an einen Klanggenerator 5 weitergibt. Mit dem Klanggenerator 5 sind Verstärker 6 und ein oder mehrere Lautsprecher 7 verbunden. Die Lautsprecher sind einerseits in das Resonanzfell 3, andererseits ggf. auch zur Optimierung der Klangabstrahlung in die Oberseite des Kessels 2 integriert (Fig. 3).

Schutzansprüche

1. Mechano-elektrische Basstrommel, deren Komponenten in einem Gehäuse integriert sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein mechano-elektrischer Druckaufnehmer (4) in das Schlagfell (1) integriert ist oder mit diesem verbunden ist.

2. Basstrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagfell (1) aus einem stabilen, eigenschallarmen Material, vorzugsweise Netzgewebe besteht. Dies ermöglicht ein Spielgefühl ähnlich eines herkömmlichen Schlagfells bei kontrollierbarer Lautstärke.

3. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Schlagfell (1), Druckaufnehmer (4), Klanggenerator (5), Verstärker (6) und Lautsprecher (7) innerhalb des Kesselgehäuses (2) integriert und verbunden sind.

4. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das sich die Parameter der Komponenten (4, 5, 6) durch Schalter und Regler an der Oberfläche des Kessels (2) einstellen lassen. Insbesondere die Druckempfindlichkeit des Druckaufnehmers (4), die Auswahl der gespeicherten oder neu erzeugten Klänge des Klanggenerators (5), sowie die aus den Lautsprechern (7) mit Hilfe des Verstärkers (6) herausgegebene Lautstärke sind mit in der Oberfläche des Kessels (2) integrierten Reglern einstellbar.

5. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das dessen Gehäuse (2) eine runde oder eckige, leicht transportable und standstabile Form hat, vorzugsweise die Form einer akustischen Basstrommel oder einer Standtrommel, die mit Stützfüssen (10) stabilisiert wird.

6. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das dessen Gehäuse (2) eine Grösse von 12“- 26“ Zoll aufweist, vorzugsweise 16“.

7. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das dessen Lautsprecher (7) in den Gehäusekessel (2) und das Resonanzfell (3) integriert sind, sodass eine optimale Abstrahlung der erzeugten Klänge sichergestellt ist. Vorzugsweise ist jeweils ein Lautsprecher (7) in das Resonanzfell (3), sowie ein weiterer Lautsprecher im nach oben gerichteten Bereich des Kessels (2) integriert.

8. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Eingänge (8) für ein externes Audiosignal zum Mithören über den integrierten Verstärker (6) und Lautsprecher (7) vorhanden sind.

9. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das elektrische Signale für ein Mischpult oder für ein weiteres Verstärkersystem, Aufnahmegerät o.ä. über einen Ausgangsstecker (9) herausgegeben werden können.

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