Die chromatische Handpan

Die Handpan ist ein in den 90er Jahren dieses Jahrhunderts entwickeltes Musikinstument, das aus zwei spherischen Hälften aus dünnem Stahl geformt ist. Die Handpan (auch Steelpan oder Hang genannt) stellt eine aktuelle Weiterentwicklung der traditionell aus Ölfässern hergestellten Steeldrums aus Trinidat/Tobago dar.

Die Handpan kann als Percussionsinstrument wie die Steeldrums mit Schlegeln bespielt werden, in den meisten Fällen wird sie jedoch direkt mit den Händen bespielt.

In allen aktuell erhältlichen Handpans sind die gestimmten Tonfelder auf der oberen, konvex gewölbten Hälfte eingebracht. Die untere Hälfte besteht aus einem passiven Resonanzkörper.

Bei der Herstellung werden durch Hämmern auf die konvexe Fläche der oberen Sphere isoliert klingende Tonfelder herausgearbeitet und gestimmt. Es resultiert meist eine pentatonische oder skalenbasierte Stimmung. Der Tonumfang ist durch die wenigen (meist acht) vorhandenen Tonfelder limitiert. Die Handpan wird meist auf dem Boden in sitzender Position („Schneidersitz“) gespielt.

Probleme der aktuellen Handpans:

Der Tonumfang ist durch die wenigen Spielflächen limitiert. Um in verschiedenen Tonarten zu spielen, müssen verschiedene, unterschiedlich gestimmte Handpans verwendet werden, was für den Musiker beim Spielen sehr unkomfortabel, bei der Anschaffung teuer, und für den Transport und den Bühnenaufbau sehr aufwendig ist.

Das Spielen im Sitzen (meist Schneidersitz) ist nicht immer ergonomisch angenehm und bringt vom Aspekt her ein eher esotherisches Image mit sich, was nicht von jedem Musiker gewünscht ist.

Die untere spherische Hälfte der Handpan wird nicht als Spielfläche benutzt, sondern bleibt passiv und dient durch das Vorhandensein einer mittigen Auslassöffnung lediglich als Stütze und Resonanzverstärker.

Die aktuelle Erfindung stellt ein chromatisches, und somit in allen Tonarten spielbares, vollwertiges Musikinstrument dar. Die oben stehenden Probleme werden folgendermassen gelöst:

Der Tonumfang der Handpan wird durch die aktuelle Erfindung vollumfänglich auf alle 13 verfügbaren Halbtöne erweitert (chromatische Handpan).
Dies kann durch zusätzlich auf der oberen Sphäre angebrachte Spielflächen, oder vorzugsweise durch Umwandlung der bisher passiven unteren Sphäre in eine vollwertig spielbare Oberfläche erreicht werden.

Durch Etablierung der unteren Sphäre als Spielfläche ist nun eine Halterung der Handpan in einem Ständer möglich. So wird eine gleichmässigere Abstrahlung der von der oberen und unteren Sphäre erzeugten Töne in den Raum möglich.
Für den Musiker ist jetzt eine stehende, angenehmere Spielweise möglich. Durch das neutralere Stehen wird der esotherisch anmutende Charakter des vorher notwendigen Schneidersitzes umgangen.

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