Retrograde Basstrommel

Beschreibung

Akustische Basstrommeln werden durch einen mit einem Fusspedal verbundenen Trommelschlegel auf der dem Musiker zugewandten Seite bespielt. Meist sitzt der Schlagzeuger auf einem Stuhl hinter der Trommel und bespielt diese mittels des von hinten am Schlagfell an der Rückseite angebrachten Fusspedals.

Für Cajons (Hand-Percussion-Boxen) sind mittlerweile Fussmaschinen mit einer hydraulischen Übersetzung erhältlich, sodas Fusspedal und Schlegel, die mittels eines Drahtzuges verbunden sind, entfernt voneinander aufgestellt werden können.
Der in Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegen folgende Probleme zugrunde: 1) der Schlagzeuger muss immer einen gesonderten Sitz transportieren und aufbauen 2) die verschiedenen Komponenten des Schlagzeuges mit gesondertem Sitz beanspruchen z.B. in einem Proberaum oder auf einer Bühne viel Platz und 3) der Schall der Basstrommel geht beim Bespielen von Hinten nach vorne weg- der Schlagzeuger selbst hört kaum etwas, die Basstrommel ist für den Schlagzeuger selbst oft zu leise und muss mittels Mikrofon und Monitor verstärkt werden und dem Musiker über Kopfhörer oder Monitor wieder zugeführt werden.

Diese oben aufgeführten Probleme werden mit den in Schutzanspruch 1-6 aufgeführten Merkmalen gelöst.
Mit der Erfindung wird erreicht, dass der Musiker bei Konzerten, Studioaufnahmen oder Proben immer eine optimale, hörbare und fühlbare Rückkopplung über seine Musik erhält. Es wird eine deutliche Platzreduktion und eine deutliche Erleichterung beim Transport des Instrumentes erreicht.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Schutzanspruch 1-6 dargestellt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Figuren 1 bis 2 erläutert.

Es zeigen:
ig. 1 die Trommel von vorne
Fig. 2 die Trommel von der Seite

In den Figuren ist die Basstrommel mit Schlagfell 1 (vorne), Resonanzfell 2 (hinten), Stützen (3) , Sitz (4), Schlegel (5), Übersetzungsmechanik (6) und Fusspedal (7) dargestellt.

Schutzansprüche

1. Umgekehrte Basstrommel, deren Schlagfell und Resonanzfell vertauscht sind. Auf der Oberseite der Trommel ist ein Sitzkissen angebracht, auf dem der Musiker sitzt. Die Trommel wird über eine Übersetzungsmechanik mittels Fusspedal und Schlegel von vorne bespielt.

2. Basstrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Basstrommel ein nach vorne gerichteter Sitz bzw. ein Sitzkissen angebracht ist.

3. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Basstrommel eine Grösse von 14“- 26“, vorzugsweise 18“ hat.

4. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das das jetzt vorne angebrachte Schlagfell durch eine auf dem Boden stehendes Fusspedal und eine Übersetzungsmechanik mittels ölgelagerter Hydraulik oder Drahtzug bespielt wird.

5. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf der Oberseite angebrachte Sitz in eine herkömmliche Halterung für Hänge- Toms adaptiert werden kann. Diese Vorrichtung findet sich standardmäßig bei vielen Basstrommeln, ist aber für die Aufhängung von zusätzlichen Trommeln und bisher nicht für die Befestigung eines Sitzes vorgesehen.

6. Basstrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass neben der üblichen Stützvorrichtung mit jeweils einem Stabilisationsbügel auf jeder Seite, eine zusätzliche Festigkeit durch Anbringung von zwei zusätzlichen Stabilistationsbügeln auf der Rückseite der Basstrommel erreicht wird.

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